Transistoren sind so winzig wie zahlreich: Allein in unserem Smartphone sind mehrere Millionen von ihnen versteckt. Dabei handelt es sich um strom- oder spannungsgesteuerte Widerstände, deren Aufgabe es ist, den Stromfluss in elektronischen Geräten zu kontrollieren. Besondere Bedeutung haben Transistoren als Ein/Aus-Schalter. Als solche kommen sie vor allem in der Mikroelektronik und in integrierten Schaltkreisen zum Einsatz.
Kleine Teile, große Wirkung
Anfangs waren Transistoren noch vergleichsweise groß – sie passten gerade einmal in eine Handtasche. Seit den 1960er Jahren sind die raffinierten Bauteile kontinuierlich geschrumpft. Moderne Chips entstehen heute in Prozessen der 2-Nanometer-Klasse, wobei diese Zahl die Fertigungsgeneration bezeichnet; die Strukturbreite beträgt nur noch wenige Nanometer. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar ist 40.000 bis 120.000 Nanometer dick.
Nanosheet-Transistoren
Und die Transistor-Forschung geht weiter: IBM hält diverse Patente auf gestapelte Nanosheet-Transistoren und stellte im Juni 2026 die weltweit erste Chiptechnologie unter einem Nanometer vor. Die sogenannte „Nanostack“-Architektur stapelt Transistoren vertikal. So finden fast 100 Milliarden Stück auf einer Fläche in Fingernagelgröße Platz – nahezu doppelt so viele beim dem noch fünf Jahre zuvor vorgestellten IBM-Chip.
(Headerbild: Axel Richter – Unsplash.com)





